Blähungen in der Frühschwangerschaft






Blähungen in der Frühschwangerschaft sind nichts Ungewöhnliches und vor allem kein Grund sich zu schämen. Sie entstehen durch vermehrt gebildete Darmgase, die wiederum eine natürliche Randerscheinung der langsameren Verdauung durch die hormonelle Umstellung des Körpers sind. Allerdings sind die Blähungen nicht nur in Gesellschaft unangenehm, sondern sie verursachen auch Schmerzen und Durchfall. Daher können Frauen mit einer Umstellung der Ernährung, mit etwas Massage und Bewegung den Beschwerden entgegenwirken.

So entstehen Blähungen in der frühen Schwangerschaft



Blutungen in der FrühschwangerschaftEs ist das Hormon Progesteron, das mit dem Beginn der Schwangerschaft - schon ab den ersten drei bis vier Wochen - vermehrt ausgeschüttet wird und damit Blähungen auslöst. Dieses Hormon verlangsamt die Darmbewegungen, weil sich die inneren Organe auf die künftige Doppelbelastung der Versorgung von Mutter und Kind einstellen. Diese Organe sind muskulös und lassen nun hormonell bedingt an Spannkraft nach, allein das kann vermehrt Blähungen verursachen. Auch dauert durch die verminderte Darmtätigkeit die Nahrungszersetzung etwas länger, dadurch entstehen mehr Gase. Beim Wachstum des Fötus drückt dieser auf die Organe und verursacht zusätzlich Blähungen. Typisch sind diese jedoch bei den meisten Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel, das gemeinhin als Frühschwangerschaft klassifiziert wird.

Was tun?



Die beiden besten Hausmittel sind eine ausgewogene Ernährung und gute Bewegungsmuster. Hinsichtlich der Ernährung ist zu empfehlen:
  • ungesüßte Tees auf der Basis von Anis, Fenchel oder Melisse zur Anregung der Verdauung
  • stilles Mineralwasser
  • Magermilchjoghurt für den Aufbau der Darmflora
  • langsames Essen
  • kleine Portionen essen
  • keine blähenden Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Kohl, Bohnen, Pflaumen und Spargel sowie fettige oder stark gewürzte Speisen
Hinzu kommen bestimmte Verhaltens- und Bewegungsmuster, deren wichtigstes vielleicht im Hinweis besteht, die Blähungen keinesfalls zu unterdrücken. Die junge Frau benötigt also gelegentlichen Bewegung, auch wenn sie im Büro arbeiten sollte. Sollten die Schmerzen akut werden, helfen Massagen, beginnend am rechten Unterbauch. Die Betroffene führt diese Massagen kreisend im Uhrzeigersinn über den ganzen Bauch aus. Ab etwa einer Stunde nach der Mahlzeit kann damit begonnen werden. Frauen mit Risikoschwangerschaften sollten ihren Arzt nach dieser Methode befragen. Weitere Bewegungshinweise sind:
  • Verdauungsspaziergänge im Freien, die nicht nur dem unbeschwerten Auslassen der Darmgase dienen, sondern auch den Stoffwechsel und die Darmtätigkeit anregen
  • leichter Sport zur Kräftigung der Gesamtmuskulatur und zur moderaten Belastung des Kreislaufs
  • vorsichtige Rumpfgymnastik