Fliegen in der Frühschwangerschaft



Fliegen in der Frühschwangerschaft Jede werdende Mutter hofft, dass die Schwangerschaft ohne Probleme verläuft und ihr Kind gesund auf die Welt kommt. Besonders in der Frühschwangerschaft sind die Risiken besonders hoch. So erleiden etwa 15 Prozent der Schwangeren in den ersten drei Monaten eine Fehlgeburt. Um die Risiken so gering wie möglich zu halten, vermeiden verantwortungsbewusste Frauen alles, was dem Kind schaden könnte: Sie ernähren sich gesund, sie betreiben keinen anstrengenden Sport, sie rauchen und sie trinken nicht. Aber wie sieht es mit dem Fliegen in der Frühschwangerschaft aus? Ist eine Flugreise für das Ungeborene gefährlich und daher nicht erlaubt?

Die wichtigsten Argumente gegen das Fliegen in der Frühschwangerschaft



In der Medizin ist eine mögliche Gefährdung für das werdende Kind während einer Flugreise umstritten. Es scheint wissenschaftlich nicht erwiesen zu sein, dass das Fliegen während der ersten Monate der Schwangerschaft besonders risikoreich ist. Dennoch gibt es bestimmte Faktoren, die sich schädigend auf das Ungeborene auswirken und die eine Flugreise in der Frühschwangerschaft infrage stellen könnten. Besonders wird gewarnt vor:

  • der kosmischen Strahlenbelastung
  • dem geringen Sauerstoffgehalt in der Atemluft
  • dem Unterdruck in der Flugzeugkabine
Außerdem warnen Ärzte vor der erhöhten Thrombosegefahr für die Schwangere während des Fluges. Bevor die werdende Mutter sich ins Flugzeug setzt, sollte sie sich durch eine gründliche ärztliche Untersuchung vergewissern, dass eine Flugreise für sie ungefährlich ist. Bei einer Risikoschwangerschaft sollte sie auf jeden Fall auf die Reise verzichten.

Wie gefährlich ist die Strahlenbelastung?






Während eine Schwangere sich keiner Untersuchung mit Röntgenstrahlen unterziehen sollte, ist dagegen in der Medizin eine Flugreise bei einer normal verlaufenen Frühschwangerschaft erlaubt. Obwohl die Belastung durch kosmische Strahlen wesentlich höher als die ständige natürliche Strahlendosis auf der Erde ist, scheint das Fliegen offenbar kaum negative Auswirkungen auf den Embryo zu haben. Ein Flug von Frankfurt nach Palma de Mallorca schlägt mit lediglich 3 Mikrosievert zu Buche, bei einem 16-stündigen Flug von München nach San Francisco werden gar 70 Mikrosievert gemessen. Die Höhe der Strahlenbelastung richtet sich also nach der Flughöhe und der Flugdauer. Daher raten Ärzte vor einer längeren Flugreise ab. Maßgeblich ist jedoch der Gesundheitszustand der Mutter und des Ungeborenen.

Wie gefährlich sind der Sauerstoffmangel und der Unterdruck in der Flugzeugkabine?



Da die Verkehrsflugzeuge normalerweise die Flughöhe von 9.000 bis 12.000 Metern erreichen, sinken der Sauerstoffgehalt sowie der Luftdruck erheblich. Um die gesundheitliche Belastung so niedrig wie möglich zu halten, sind in den Flugzeugen Druckkabinen installiert, die den Unterdruck so weit wie möglich ausgleichen. Der Sauerstoffgehalt entspricht dann etwa einer Höhe von 2.500 Metern; es ist wie ein Aufenthalt im Hochgebirge. Der Körper schützt sich vor einem gefährlichen Sauerstoffmangel durch einen Anstieg der Herzfrequenz. Ergo: Ein längerer Flug in großer Höhe kann also eine Belastung für Mutter und Kind sein. Kürzere Flüge sind jedoch erlaubt.

Fazit: Unter den Medizinern ist eine Flugreise für Frauen in der Frühschwangerschaft umstritten. Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf bestehen jedoch meist keine Bedenken. Es sollte sich jedoch um einen kürzeren Flug mit geringerer Flughöhe handeln.